Symposion “Open Data – Closed Data” an der HTW in Berlin

Saturday, September 28th, 2013 | Author:

Am 27. und 28. September 2013 fand an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin ein Symposion zu “Open Data – Closed Data – Leaked Data” statt. Dieses wurde durch den GI-Fachbereich »Informatik und Gesellschaft« organisiert. Der erste Tag beschäftigte sich mit der Frage der Zugänglichkeit (bzw. der Unzugänglichkeit) von Daten in Forschung und Politik. “Informatik und Gesellschaft” setzt sich mit den auch nicht-technischen, gesellschaftlichen Kontexten und ihrer Planung, Entwurf und Konstruktion auseinander. Dies gilt in besonderer Weise für ihre (beabsichtigt und unbeabsichtigt) anfallenden Daten und das Spannungsfeld von Open und Closed Data. Im Auftaktreferat gabs einen aktuellen Bezug mit einer alten NSA-Stellenanzeige an der University of California, Berkeley: “You don’t need to send a resume, we already know everything about you.” (gesehen 1984).

 

Medien-Haus der HTW am Spreeufer

Das Symposion fand im Medien-Haus der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin statt (Forschungszentrum Kultur und Informatik; gelegen am Spreeufer in Oberschöneweide).

Anschließend erfolgte eine Einführung in die Problematik mit “Open Data, Open Access, Open Alles” gefolgt von Tracks zum “Aspekt Emulation”. In letzterem wurde am Beispiel des bwFLA Emulation-as-a-Service die Bedingungen für den vielfältigen Langzeitzugriff auf verschiedenste Datenformate und Originalumgebungen vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die Fragen von Forschungsdaten und Langzeitverfügbarkeit von Software. Im nächsten Referat vom Computerspielemuseum Berlin um den Aspekt Zugänglichmachung.

Vortrag seitens des Computerspielemuseums zur Zugänglichmachung von Computerspielen

Vortrag seitens des Computerspielemuseums zur Zugänglichmachung von Computerspielen.

Weitere diskutierte Aspekte betrafen das Urheberrecht, den Datenschutz und Infrastruktur/Open Government. Die Darstellung spannte sich von UrhG nicht geschützten Forschungsdaten und standardisierten Metadaten bis hin zu z.B. geschützten Filmrechten in Computerspielen. Es gibt einige eng definierten Ausnahmeregeln, wie beispielsweise die Darstellung im Lesesaal. Speziell sind Verwaiste Werke, deren Urheber nach sorgfältiger Suche nicht gefunden werden können (Schrift-, Ton-, Film- oder Bildwerke; Software oder Computerspiele fallen damit nicht darunter). Wichtig für die Bedingung der Archivkopie (rechtlich zulässig im Rahmen der Schrankenregelung) ist beispielsweise, dass keine Bearbeitung stattfindet. Beim Thema Datenschutz und Open Data wurde als mögliche Lösung darauf hingewiesen, dass für die Bereitstellung von Daten im Sinne von Open Data bei der Erhebung immer von Personenbezug ausgegangen und entsprechend anonymisiert werden sollten. In diesem Zusammenhang wurde Hamburg als vielversprechender Vorreiter für den Ausgleich für Open Data und Datenschutz genannt. Hier zeigte sich, dass für das Thema Privatshäre und Open Data noch einiger Forschungsbedarf besteht, um beiden Zielen gleichermaßen gerecht werden zu können. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Podiumsdiskussion mit allen Rednern.

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