bwFLA Demo

Monday, August 05th, 2013 | Author:

Das bwFLA Projekt hat das Ziel Emulation als Werkzeug für den Langzeitzugriff auf verschiedenartigste (komplexe) digitale Objekte und im Forschungsdatenmanagement nutzbar zu machen. Hierfür wurden Use-Cases u.a. aus dem Bereich Kunst und Wissenschaft identifiziert, entsprechende Workflows entwickelt und beispielhaft umgesetzt. Mit der Fertigstellung der Ingest– und Access– Workflows wurde ein wesentlicher Meilenstein des bwFLA Projekts erreicht und soll nun einer breiteren Nutzergruppe vorgestellt werden.

Die verschiedenen Workflows nutzen Emulation-as-a-Service als Backend-Infrastruktur, deren Server derzeit in Freiburg gehostet ist. Konzeptionell ist die Infrastruktur skalierend ausgelegt und kann potenziell auch Cloud-Services Dritter nutzen oder im eigenen Rechenzentrum dynamisch Ressourcen alloziieren. Dieses wird auf der kommenden iPRES vorgestellt.

Wesentliche Neuerungen der Demo:

Startbildschirm des bwFLA-EaaS Demo Servers

Startbildschirm des bwFLA-EaaS Demo Servers von dem verschiedene Ingest und Access Workflows ausgewählt werden können.

  • Vollständige Ingest Implementierung am Beispiel digitaler Kunst
  • Evaluation von Performance Aspekten als Teil des Ingest-Laufs
  • Access Workflow für digitale Objekte / Artefakte und vollständige Systeme
  • 100% Browserlösung ohne zusätzliche Plugins
  • Audio für einen Teil der Emulatoren / Vollständiger Audio Support in Arbeit
  • Tablet / Smartphone Unterstützung
Zugriff auf die Originalumgebung von Vilem Flusser

Zugriff auf die Originalumgebung von Vilem Flusser. Hierbei handelt es sich um die vollständige Kopie seines Performa-Macs mit Hypercard-Anwendung.

Beispiel Kuratierung Digitaler Kunst:

Eine fach- bzw. domänenspezifische Umsetzung des EaaS-Konzepts ist am Beispiel der Kuratierung von Digitaler Kunst umgesetzt worden. Die Objekte stammen aus dem Transmediale-Archiv und wurden über den Partner HfG Karlsruhe zur Verfügung gestellt. Das Beispiel (Workflows -> Ingest -> Digital Art) geht davon aus, dass die Objekte bereits in einem digitalen Archiv liegen, welches im EaaS eingebunden ist. Sie können über ihre Objekt-ID (diese wird außerhalb des EaaS durch den Archivbetreiber festgelegt) gefunden werden. Die ID wird im ersten Schritt “Choose Object” abgefragt. Es werden weitere deskriptive Metadaten geladen, die bei Bedarf noch geändert werden können (Schritt 1).

Schritt 1 des Ingest-Workflows der domänenspezifischen Umsetzung für Digitale Kunst

Schritt 1 des Ingest-Workflows der domänenspezifischen Umsetzung für Digitale Kunst

Mit Klick auf “Test & Evaluate” wird eine Vorschau im Emulator passend zum gewählten System (Macintosh oder Windows, andere Umgebungen sind natürlich ebenfalls denkbar) geladen. Das Beispielobjekt (ID C050) steht nun im CD-Laufwerk der Maschine zur Verfügung und kann dort durch Öffnen geladen werden. Damit kann das Objekt evaluiert werden und es lassen sich in der rechten Spalte der Browser-Ansicht weitere Informationen zum Objekt und seiner Nutzbarkeit hinterlegen. Zur besseren Sichtbarkeit im Access-Workflow kann noch Screenshot des laufenden Objekts erstellt werden.

Der zweite Schritt lässt eine Vorschau im Emulator laufen und erlaubt weitere Kommentare zur Beschreibung des Verhaltens des Objekts.

Der zweite Schritt lässt eine Vorschau im Emulator laufen und erlaubt weitere Kommentare zur Beschreibung des Verhaltens des Objekts.

Am Ende erfolgt eine Pauschalevaluation, ob die Performance “Adeqat” ist oder das Objekt so nicht sinnvoll genutzt werden kann. Im dritten Schritt “Complete Ingest” kann der Ingest abgeschlossen werden. Zum Schluss wird festgelegt, wer potenziell auf das Objekt zugreifen kann.

Abschluss des Ingest-Workflows mit Festlegung der "Sichtbarkeit" des Objekts für andere

Abschluss des Ingest-Workflows mit Festlegung der "Sichtbarkeit" des Objekts für andere.

Anschließend steht das Objekt im Access (Home->Workflows->Access->Digital Art) zur Betrachtung bereit.

Zugriff auf Objekte, die im domänenspezifischen Workflow für "Digital Art" im EaaS bereitgestellt wurden.

Zugriff auf Objekte, die im domänenspezifischen Workflow für "Digital Art" im EaaS bereitgestellt wurden.

Wichtige Vorbemerkungen:

  • Die Demo Software befindet sich noch in der Test/Beta-Phase, so dass vereinzelt noch Fehler auftreten können. Dennoch sind wir sehr gespannt auf alle positiven wie negativen Nutzererfahrungen und bitten Sie ausdrücklich uns von ihren Eindrücken zu berichten.
  • Auf Grund der derzeit knappen Computing Ressourcen können nur 12 parallel Sessionen performant angeboten werden. Sollten die Emulatoren sehr langsam sein oder gar nicht reagieren, so sind unsere Ressourcen für den Moment ausgeschöpft.  Wir bitten Sie dann es etwas  später nochmals zu versuchen und/oder uns zu kontaktieren.
  • Zudem haben wir den Zugang aus rechtlichen Gründen beschränkt. Wenn sie Interesse an der Demo haben schreiben Sie uns eine kurze Mail an (klaus.rechert – at – rz.uni-freiburg.de).

 

 

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Category: bwFLA Projekt

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