IDCC Conference Amsterdam, Tag 1

Tuesday, January 15th, 2013 | Author:

Die IDCC ist eine jährliche Konferenz des DCC, die an wechselnden Orten stattfindet. Die Keynotes zum Auftakt der Veranstaltung boten einen Überblick zum Umgang und Management von Forschungsdaten in den Feldern Bio-Science und Meeresforschung. Hierbei ging es um die Aspkete der geeigneten Sammlung, Aufnahme, Standardisierung und Bereitstellung der verschiedenen Arten von Daten. Gefolgt wurden diese von einem Vortrag zum Forschungsdatenmanangement der Monash University in Australien aus institutioneller Perspektive. Hierbei ging es einerseits um die Verbindung verschiedener, geografisch verteilter Forschungsdateneinrichtungen in Australien, um den Zugriff auf bestimmte insbesondere umfangreiche Datensätze an der Quelle zu ermöglichen und den interdisziplinären Datenaustausch zu befördern. Das Forschungsdatenmanagement wirdals zentrale Komponente der Forschungsförderung und -exzellenz gesehen.

Totem Poster Presentation während der Minute Madness

TOTEM Poster Presentation während der Minute Madness

Aus dem Blickwinkel einer großen Nationalbibliothek betrachtete der Vortrag von A. Farquar die neuen Erkenntnismöglichkeiten die aus dem Data Driven Research erwachsen. So ergaben sich beispielsweise neue Einsichten durch Scans und Farbanalysen oder geo-getaggte Datensätze in den Beständen der Bibliothek. Damit einher gehen neue Herausforderungen wie die Datenmengen für zukünftige Forschungsfragen, wie beispielsweise die Untersuchung der Entwicklung der Abbildungen in Büchern über den Zeitraum von 200 Jahre gelöst werden können. Für eine solche Analyse müssten mehrere Terabytes an Scandaten zum Forscher bewegt oder mithilfe einer Private-Cloud-Anwendung inhouse analysiert werden.

Eine weitere Präsentation beschäftigte sich mit der “Cloud of Data” bzw. “Big Data” und was sich hierauslesen lässt. Hierzu gab es neben einigen historischen und aktuellen Betrachtungen zur indirekten Analyse von Krankheitsausbreitungen das Beispiel der Online-Datenanalyse durch Kreditkartenfirmen zur Betrugsvermeidung. Die neuen Möglichkeiten schaffen neue Begehrlichkeiten, die mit Datenschutz und Privatsphäre in Konflikt geraten können (Facebook, Google, …) Die anschließenden Vorträge der University of  California Digital Library und von Digital-Science bis zum Mittag gaben einen aktuellen Überblick zu Toolsets und verschiedenen Online-Angeboten für das Forschungsdatenmanagement und dazugehörige Aspekte für die verschiedenen Disziplinen. Dazu zählten das Curation Lifecicle Management, EZID für Zitations-Links für Data Cite, das Merritt Repository für die einfache Datenablage unterschiedlichster Datenarten, die sowohl für alle frei verfügbar oder nur für einen eingeschränkten Nutzerkreis erfolgen kann. Weiterhin ging es um die  DataOne Infrastructure for EarthSciences, FigShare, das OneShare Repository for Tabular Data, Webarchiving Service und das Cost Modelling.

Poster Session

IDCC 2013 Poster Session am Nachmittag des ersten Tages mit TOTEM-Beteiligung

Der Nachmittag bot Raum für die Poster-Session mit einem breiten Überblick zu verschiedenen Untersuchungen, Ansätzen, Herangehensweisen an die Verwaltung, den Zugriff und die langfristige Aufbewahrung von Wissenschaftsdaten und die notwendige Ausbildung von Wissenschaftlern und Fachpersonal für ihre Bereitstellung und Kuratierung. Der Tag wurde durch eine Panel-Diskussion zu “What is a Data Scientist” und eine Zusammenfassung abgeschlossen.

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Category: DP Projekte, Events

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