OPF Hackathon – Tag 2

Wednesday, November 14th, 2012 | Author:

Der zweite Tag vertiefte das Thema und stand im Zeichen der verschiedenen potenziellen Use Cases für Emulation, die sich aus den verschiedenen Beispieldaten ergaben, welche Teilnehmer mitgebracht hatten oder die Demonstrationen betrafen, die sich aus dem bwFLA-Projekt ergeben. Begleitend gab es eine Reihe von Fachvorträgen und praktischen Demonstrationen.Die Use Cases umfassten private Archive, Abzüge von persönlichen Maschinen, die eine größere Menge von Dateien mit verschiedenen Datentypen umfassen. Diese Archive stammen aus unterschiedlichen Zeiträumen und haben damit unterschiedliche Softwareanforderungen. Für mindestens ein Archivbeispiel gab es eine Abhängigkeit der Dokumente von einer Access-Datenbank zur Verwaltung von Adressdaten. In dieser Art von Archiven spielt unter Umständen der Kontext der einzelnen Dateien eine zusätzliche Rolle.

Arbeit an der Full System Preservation des iMacs.

Arbeit an der Full System Preservation des iMacs.

Andere Aufgabenstellungen befassen sich mit verschiedenen Arten von Datenbanken, wie der älterer Buchhaltungssoftware “Exact”. Das Buchhaltungsprogramm enthält in einem proprietären Dateiformat Finanzdaten, die wiederhergestellt werden müssen. Darüberhinaus ging es um die speziellen Herausforderungen von digitaler Kunst und Computerspielen für verschiedene Plattformen. Hier zeigten D. Espenschied vom bwFLA-Projekt von der HfG und A. Lange vom Computerspielemuseum in Berlin die besonderen Herausforderungen aber auch die großen Chancen, die sich durch diese Art von Objekte und ihre Bewahrung stellen.

J. van der Hoeven von der Königlichen Bibliothek der Niederlande stellt die Komponenten des KEEP Emulation Framework vor.

J. van der Hoeven von der Königlichen Bibliothek der Niederlande stellt die Komponenten des KEEP Emulation Framework vor.

Eine mögliche Lösung bietet beispielsweise das KEEP Emulation Framework, welches zudem eine erste Implementierung eines (entfernten) Softwarearchivs für die notwendigen Originalkomponenten umfasst. Parallel zu den Vorträgen und Gruppendiskussionen konnten einige Probleme gelöst werden und insbesondere ältere DOS-Software in verschiedenen Emulationsumgebungen gezeigt werden. Das galt auch für die persönlichen Archive und verschiedene Windows-Originalumgebungen, wie Windows 3.11 oder Windows 98. Darüberhinaus wurde nochmal sichtbar, dass ältere Medien, insbesondere 720kByte Disketten nicht mehr einfach in heutigen USB-Floppies lesbar sind, sondern auf ältere Systeme mit Standard-PC-Laufwerk zurückgegriffen werden musste, ein Problem, welches D. Anderson mit seinem Plädoyer für Hardware-Museen ansprach.

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Category: bwFLA Projekt, OPF, R&D

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